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RPZ Heilsbronn - Referat Hauptschule
Newsletter 3-2010/11
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"Ohne die Kenntnis der fremden Sprache wirst du niemals das Schweigen des Ausländers verstehen können." | |
| Foto: Oleg Astakhov | ||
Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Leserinnen und Leser,
mit dem Aphorismus des polnischen Lyrikers und Satirikers Stanislaw Jerzy Lec aus seinem Band "Unfrisierte Gedanken" möchte ich Sie gerne grüßen. Wir haben in unseren Schulen und Arbeitsfeldern viele junge Menschen mit Migrationshintergrund, ob aus der Türkei, aus Kasachstan, aus Angola, ob als Flüchtlingskind oder Jugendlicher in der dritten Generation. Wer gibt beim Elterngespräch wem zuerst die Hand? Welche Autorität hat eine Lehrkraft im Herkunftsland eines Jugendlichen? Was bedeutet die Geste des Kopfschüttelns? Sprache sind nicht nur die gesprochenen Worte. Vielleicht könnten wir tatsächlich die Gefühle, Verhaltensweisen und Lebensformen unserer Schülerinnen und Schüler - und auch ihr Schweigen - besser verstehen, wenn wir fremde Sprachen lernen, unseren Blick weiten und selbst zu Türöffnern werden würden. In der Fortbildung "Interkulturelle Seelsorge" sind wir im Februar 2011 erste Schritte gegangen, durch unsere hier aufgeführten Buch- und Medientipps können auch Sie von diesem Kurs profitieren.
Ich wünsche Ihnen bereichernde Begegnungen und Erfahrungen.
Ihre Gerda Gertz
Aktuell: Atomare Katastrophe in Japan
Auf unserer Homepage finden Sie theologische Überlegungen, Anregungen zum Gespräch und Bausteine für Andachten.
» www.rpz-heilsbronn.de
Buchtipps
Türöffner und Stolpersteine - Elternarbeit mit türkischen Familien als Beitrag zur Gewaltprävention
Hg: Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.; verantwortlich: Dr. Ahmet Toprak, München 2004, ISBN: 3-9807250-9-X, 75 Seiten, 4,50 €; Bestelladresse: www.bayern.jugendschutz.de
Empfohlen von Muhittin Arslan, Lehrer an der Johann-Daniel-Preißler-Hauptschule in Nürnberg, gelesen und besprochen von Gerda Gertz
Die leicht lesbare und praxisorientierte Broschüre führt im ersten Teil ein in Erziehungswerte, Erziehungsstile und typische Konflikte türkischer Migrantenfamilien, im zweiten Teil schließen sich Praxismodelle an. Die Autorinnen und Autoren haben meist selbst einen türkischen Migrationshintergrund und arbeiten als Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Pädagogen in Bayern. Seinen Titel hat das Büchlein vom letzten Artikel "Türöffner und Stolpersteine - Worauf Sie in der interkulturellen Elternarbeit achten sollten". Wer die Broschüre gelesen hat, wird über so manchen Stolperstein hinweg steigen und Türen für ein konstruktives Miteinander öffnen können.
"Warum beten wir eigentlich nicht zusammen?" - Gottesdienste und religiöse Feiern im multireligiösen Schulkontext
Hg: Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers; Hannover 2007; ISBN: 978-3-00-021694-7; 47 Seiten, 5,- €;
Bestelladresse: Arbeitsstelle Islam und Migration im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Artikelnummer: 582300; Tel: 0511/1241-452; islam.migration[a]kirchliche-dienste.de; oder direkt bestellen über www.kirchliche-dienste.de > Kirche und Islam > Material
Während in Bayern immer noch um eine ökumenisch ausgerichtete Arbeitshilfe gerungen wird, liegt von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers seit 2007 eine Arbeitshilfe vor, die die konkrete Situation an Schulen aufnimmt und Praxismodelle vorstellt vom "Gottesdienst mit liturgischer Gastfreundschaft" bis zur "multireligiösen Feier". Pädagogische und theologische Vorüberlegungen greifen die aktuelle Diskussion auf: "Kaum ein Thema ist in der aktuellen Diskussion brisanter und in der pastoralen bzw. religionspädagogischen Praxis sensibler als die Begegnung und das Verhältnis der Religionen zueinander." (Einleitung, S. 5)
Das Konzept der Arbeitshilfe beschreiben die AutorInnen folgendermaßen: "Sie führt 1. in das Thema unter (religions)pädagogischen Gesichtspunkten ein und bietet 2. eine theologische Vertiefung zum Verhältnis des christlichen Glaubens zu nichtchristlichen Religionen. Weiter nimmt sie 3. eine Begriffsklärung vor zu verschiedenen Typen von Gottesdiensten und Feiern, an denen Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Religionen beteiligt sind. Dies stellt die Grundlage dar für 4. die Praxisbeispiele eines Schulgottesdienstes und einer multireligiösen Feier zur Einschulung. Es folgen 5. zwei praktische Anregungen für multireligiöse Gedenkfeiern in der Schule anlässlich von Unglücksfällen." (Einleitung, S. 6)
Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet zu vielen Themen günstige oder kostenlose Materialien, Broschüren, Informationen an, z.B. eine kostenlose Arbeitshilfe "Interkultureller Dialog", Januar 2011 unter www.bpb.de.
Tipps aus der Evangelischen Medienzentrale (www.emzbayern.de)
![]() | Bilder im Kopf - Klischees, Vorurteile, kulturelle Konflikte Didaktische DVD, 6 Kurzspielfilme, 56 Min. Gesamtlaufzeit, Eignung: ab 7. Jahrgangsstufe Wir alle haben Bilder im Kopf, die Orientierungshilfen im Alltag sind, die uns leider oft aber auch daran hindern, die Wirklichkeit so wahrzunehmen, wie sie ist. Die sechs Kurzspielfilme der DVD schildern Situationen, in denen verschiedene Menschen einander begegnen. Provokativ und manchmal auch komisch zeigen die Filme, was passiert, wenn Vorurteile und Klischees über tatsächliche oder vermeintliche kulturelle Unterschiede die Wahrnehmung und die Kommunikation bestimmen. - Didaktisches Begleitmaterial im ROM-Teil: Hintergrundinformationen, Unterrichtsvorschläge, Arbeitsblätter. » DVD leihen » DVD kaufen | |
![]() | Fremd Didaktische DVD, Dokumentarfilm, 25 Min., Eignung: ab 5. Jahrgangsstufe Der Hauptfilm der DVD ist eine Folge aus der Reihe "Nächster Halt...", einem Fernsehmagazin für Kinder und Jugendliche. Fernsehmoderator Gert Scobel reist mit zwei Jugendlichen im Bus durch Berlin und philosophiert mit ihnen über das Thema "Das Fremde". Wie fühlt es sich an, fremd zu sein? Wie gaht man mit Fremden um? Die einzelnen Filmbeiträge regen an, Vorurteile und Stereotype zu hinterfragen. - Didaktisches Begleitmaterial im ROM-Teil. » DVD ausleihen » DVD kaufen » DVD-Download |
Informationen
Arbeitshilfe zum Quali in evangelischer und katholischer Religionslehre
Das ökumenische Quali-Team hat nun seine redaktionelle Arbeit beendet. Ende März/Anfang April wird die Neufassung der Arbeitshilfe zur Erstellung von Prüfungsaufgaben für die besondere Leistungsfeststellung zum qualifizierenden Hauptschulabschluss in Druck gehen. Wir rechnen damit, dass sie noch vor den Osterferien in unserer Materialstelle in den Verkauf kommen kann.
Über unsere Homepage werden Sie auf dem Laufenden gehalten: www.rpz-heilsbronn.de
Kirchen-Memo-Spiel
Zum 500-jährigen Jubiläum der Stadtkirche Roth hat ein Team ein Kirchen-Memo-Spiel unter dem Titel "Wer suchet, der findet - Die Stadtkirche Roth entdecken" entwickelt und veröffentlicht.
Eine runde, ästhetisch gestaltete Blechdose enthält 30 achteckige Fotokartenpaare und ein Begleitheft. Auch wer nicht mit den interessanten, pfiffig fotografierten Bildausschnitten auf Entdeckungsreise in der Stadtkirche gehen kann, wird vielfältige Einsatzmöglichkeiten für die Kärtchen finden, ob als Impuls zu den Themen Kirche, Christentum und Ökumene, als Rätselspiel oder als Methodenset z.B. zur Paarbildung.
Beim Evang.-Luth. Pfarramt Roth, Kirchplatz 3, 91154 Roth, Tel: 09171/97140 kann das Spiel für 12,- € erworben werden.
Arbeitshilfe aus dem Referat Ganztagsschule des RPZ Heilsbronn
"Gemeinsam Leben" so heißt die Arbeitshilfe, die gerade entsteht und die zum ersten Mal erweiterte Einblicke in die Arbeit evang. Religionslehrkräfte in Ganztagsklassen gibt. Zwei Hefte entstehen zunächst. Ein Grundlagenheft mit Informationen und Anregungen und ein Themenheft, in dem Beate Richter ihre Arbeit an einer Hauptschule vorstellt. "Werte machen stark" ist dieses Heft betitelt. Voraussichtlicher Erscheinungstermin: April 2011. Zwei weitere Themenhefte werden folgen. Sabine Bullemer-George stellt ihr Angebot "Spiel-Raum" vor und Jenny Graumann präsentiert ein Themenheft zu "Compassion".
Nähere Informationen erhalten Sie über das Referat Ganztagsschule.
"Religionsunterricht als Projektunterricht - Verlegenheitslösung oder didaktische Chance?"
Feindt, Andreas/Kaiser, Yvonne
In: zeitspRUng. Zeitschrift für den Religionsunterricht in Berlin und Brandenburg. H. 1/2011, S. 1 - 3.
Als Download unter www.akd-ekbo.de (pdf-Datei)
Für Schulklassen und Interessierte: Ostergarten in Haßfurt am Main
Wie schon in den vergangenen Jahren bietet der Verein "Bibelwelten" auch 2011 vom 9. März bis 24. April wieder Führungen durch seinen Ostergarten für Schulklassen und Einzelpersonen an. Ziel ist es, die Bibel mit allen Sinnen erfahrbar zu machen.
Alle Informationen und den Flyer zum Download finden Sie unter: www.bibelwelten.de/ostergarten
Fortbildungen
Für Kurzentschlossene: Noch freie Plätze!
"Mehr als nur ein Wort - Eine bibliodramatische Entdeckungsreise zum Gottesbegriff"
18. - 21.04.2011
Leitung: Ulrich Jung, Dr. Martin Hoffmann
Weitere Infos unter: www.josefstal.de
10-Min-Übungen
Eine grundsätzliche Einführung in die 10-Minuten-Übungen finden Sie auf unserer Homepage unter dem Arbeitsbereich Hauptschule.
Konzentrationsübungen "1-2-3-Endlosschleife"
Ziele und Wirkung der Übung:
Die Übung fördert die Konzentrationsfähigkeit. Sie lockert durch die Bewegungen Verkrampfungen und Verspannung. Sie kann für Druckabbau, Stressreduzierung und Heiterkeit sorgen und eignet sich besonders gut als Einstieg in den Unterricht oder als Auflockerung zwischendurch. Auch Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgangsstufen haben erfahrungsgemäß Spaß an der Übung.
Material:
Instrument oder Glocke zum Signalgeben
Spielaufstellung:
paarweise, verteilt im Klassenzimmer
Ablauf:
Die Spielleitung legt sich eine Glocke oder ein Instrument griffbereit, um damit die Aufmerksamkeit bündeln und das Signal für den nächsten Schritt geben zu können.
Die Schülerinnen und Schüler stehen sich paarweise gegenüber. Jedes Paar sollte etwas Platz für Bewegungen um sich herum haben.
Die Spielleitung erläutert kurz den Spielablauf samt Signalzeichen und erklärt die erste Aufgabe = den ersten Spielschritt. Bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen wirkt eventuell eine einladende Hinführung zu Sinn und Zweck der Übung zusätzlich motivierend.
1. Schritt: Person A zählt 1, Person B zählt 2, Person A zählt 3, Person B zählt 1...
immer weiter von 1 bis 3 zählen in Endlosschleife
2. Schritt: Die Zahl 1 wird durch Fußstampfen ersetzt, die Zahlen 2 und 3 laut gezählt. Wieder abwechselnd A und B in Endlosschleife.
3. Schritt: Die Zahl 2 wird nun durch Klatschen in die eigenen Hände ersetzt. Weiterhin in Endlosschleife: Zahl 1 durch Stampfen ersetzt, Zahl 2 durch Klatschen ersetzt, Zahl 3 gezählt.
4. Schritt: Nun wird auch die Zahl 3 durch eine Bewegung ersetzt durch Fingerschnipsen. In Endlosschleife werden alle drei Bewegungen abwechselnd von A und B ausgeführt.
Spielvarianten:
Die Schritte 1-4 können nun wieder rückwärts durchgeführt werden, so dass die Paare mit dem Zählen von 1 bis 3 die Übung beenden.
Die vorgeschlagenen Bewegungen können durch andere ersetzt werden, z.B. Klatschen auf die eigenen Oberschenkel.
Der Newsletter Hauptschule wird herausgegeben von
Gerda Gertz,
Referat Hauptschule,
Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn
Postfach 1143
91556 Heilsbronn
gertz.rpz-heilsbronn[a]elkb.de
http://hauptschule.rpz-heilsbronn.de




