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"In meiner Klasse geht's mir gut!"

Sich in der neuen Klasse kennen lernen und gemeinsam Klassenregeln entwickeln - ein Modell für die Klassen 5 - 7
Ziele und Zeitrahmen des Modells
Ziele
- sich gegenseitig mit Namen kennen lernen
- sich als Person in die neue Klasse einbringen
- Persönliches voneinander erfahren
- über Klassengemeinschaft nachdenken und Gemeinschaft erfahren
- überlegen, welche Verhaltensweisen einer Gemeinschaft schaden und nützen
- Verhaltensregeln für die eigene Klassengemeinschaft formulieren und beschließen
Zeitrahmen
- Dauer: 2 x 3-4 Zeitstunden
- zu Beginn des Schuljahres, am besten in der ersten Schulwoche
- an zwei (aufeinander folgenden) Schultagen
- nach Wunsch eine Schulstunde an einem folgenden Tag zur Vertiefung
- nach Wunsch nach einem halben Jahr: Rückblick und ggf. Überarbeitung und Ergänzung der Regeln
alternativ
- ein Nachmittag, anschließend Abendessen und Übernachtung im Schulhaus und der nächste Vormittag
- ggf. ergänzt durch Schulhausrallye, Spaßparcours in der Turnhalle usw.; vorbereitet und durchgeführt mit der Hilfe der SMV bzw. anderen Klassen
Vorbereitung
Am Ende des vorhergehenden Schuljahres
- Absprache mit der Schulleitung und Einplanung zu Beginn des neuen Schuljahres
- Absprache und Teambildung mit interessierten Kolleg/innen
- ggf. Vorbereitungen mit beteiligten höheren Klassen oder der SMV
Einige Tage vorher
- Informationen über das Projekt: Die Schüler/innen werden einige Jahre zusammen bleiben. Es ist schöner, wenn man sich kennt und wenn man sich miteinander wohl fühlt.
- Zeitrahmen, Organisatorisches besprechen
- Es soll ein gemeinsames Frühstück stattfinden - Vorschlag: als "Picknick" im Klassenzimmer (Leintuch ausbreiten, Essen darauf, Schüler/innen setzen sich darum herum). Was wird gebraucht? Wer könnte was mitbringen? Am besten alles schriftlich festhalten und im Klassenzimmer aufhängen
- Elternbrief verfassen und den Jungen und Mädchen zur Information mitgeben (Beispiel für einen Elternbrief zum Herunterladen, pdf-Datei)
Einen Tag vorher
- Erinnern an die Dinge, die fürs Frühstück mitgebracht werden sollen
- Die Schüler/innen sollen einen kleinen Gegenstand mitbringen, der etwas Wichtiges über sie erzählen kann, der etwas von ihnen zeigt. Er soll in Zeitungspapier verpackt werden, so dass niemand ihn erkennen kann. Der Gegenstand soll danach in der Schule bleiben - also nichts Wertvolles!
- Die Schüler/innen daran erinnern, Mäppchen und Buntstifte mitzubringen
Gebraucht werden außerdem
- dickes Knäuel Paketschnur
- Ball (nicht zu klein!)
- Recorder oder CD-Spieler und Musik (einmal lebhaft und einmal ruhig)
- großes Sack für die Gegenstände
- Spielszenen (kopieren und zerschneiden) und jeweils ein Gegenstand als Symbol für jede Situation
- DIN A4-Blätter (möglichst bunte) und Filzstifte, Klebstoff
- Flipchart oder Pinnwand
- Fotoapparat
- Packpapier, noch besser Zeitungspapier-Restrolle (in einer Druckerei besorgen)
- großes Plakat für die Klassenregeln
- für das Klassenkunstwerk: langer Ast oder hölzerner Besenstiel, an dem in etwa 10 cm Abstand 10-12 gut 2 m lange Schnüre in schönen Farben festgeknotet sind. Die Schnüre liegen doppelt, hängen also 1 m herunter
- Bzw. je nach Wahl die entsprechenden Materialien
Teil 1: Wer ist in meiner Klasse? Kennen lernen
| Nr. | Zeit | Dauer | Inhalt/Ziele | Vorgehen | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 20 Min. | Klassenzimmer herrichten | Schüler/innen räumen Tische zur Seite zum Sitzkreis Mitgebrachtes fürs Frühstück bereit stellen | ||
| 2. | 20' | 45 Min. | sich vorstellen einen Wunsch äußern einander kennen lernen | Schüler/innen sitzen im Kreis. Die Lehrkraft hat ein großes Knäuel Paketschnur mitgebracht. Sie beginnt: "Ich heiße xy und wünsche mir für die Realschule, dass..." Sie wirft das Knäuel einem/r Schüler/in zu. Die wiederholt den Satz, setzt dabei ihre Worte ein und wirft das Knäuel weiter. So entsteht ein Netz. | zügig vorgehen |
| 3. | 1 h 5' | 35 Min. | Frühstückspause | Gemeinsam das Frühstück herrichten, essen, zur Seite stellen | |
| 4. | 1 h 40' | 15 Min. | Namen einüben sich lockern | Sitzkreis Die Schüler/innen werfen einander einen Ball zu und rufen dabei den jeweiligen Namen. Das Spiel sollte recht schnell gespielt werden. | |
| 5. | 1 h 55' | 45 Min. | Persönliches voneinander erfahren | Sitzkreis Die mitgebrachten und verpackten Gegenstände werden in einen Sack gelegt. Die Lehrkraft nimmt einen Gegenstand heraus, packt ihn aus und zeigt ihn der Klasse. Diese muss nun raten, wem er gehören könnte. Der/die Besitzer/in erklärt dann: Warum habe ich den Gegenstand mitgebracht? Der/die Besitzer/in darf dann den nächsten Gegenstand aus dem Sack holen, usw. Die Gegenstände werden jeweils auf das Fensterbrett gelegt, so dass am Schluss die verschiedenen Dinge dort schön dekoriert liegen. | |
| 6. | 2 h 40' | 5 Min. | Abschluss | Die Lehrkraft bedankt sich fürs Mitmachen. Alle haben sich jetzt besser kennen gelernt. Sie bittet darum, beim Aufräumen einander zu helfen. | |
| 7. | 2 h 45' | 15 Min. | Aufräumen | Mit dem gemeinsamen Aufräumen endet die erste Einheit |
Alternative zu Übung Nr. 5 "Etwas Persönliches Erfahren"
| 15 Min. | Partnerinterview | Zweiergruppen bilden Die Schüler/innen holen den Gegenstand, den sie von zu Hause mitgebracht haben. Sie zeigen sich gegenseitig den Gegenstand. Zuerst muss geraten werden, was er über den anderen verrät, dann darf die andere Person gefragt werden. | in einer größeren, unruhigen Klasse anzuraten |
| 30 Min. | einander im Plenum vorstellen | Sitzkreis Die beiden Partner stellen sich gegenseitig vor: Sie zeigen jeweils den anderen den Gegenstand der anderen Person und geben wieder, was er zeigt. Dann wird der Gegenstand auf das Fensterbrett gelegt, so dass am Schluss dort die verschiedenen Dinge schön dekoriert liegen. | zügiges Tempo, damit die Aufmerksamkeit nicht zu sehr nachlässt! |
Teil 2: Weil es bei uns schön sein soll - Klassenregeln
| Nr. | Zeit | Dauer | Inhalt/Ziele | Vorgehen | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 15 Min. | Klassenzimmer vorbereiten | Tische an den Rand, Stuhlkreis bilden | ||
| 2. | 15' | 15 Min. | Kontakt aufnehmen sich lockern in Bewegung kommen spielerisch Gemeinsamkeiten finden | Spiel "Heiße Kartoffel" | Es kann ruhig etwas turbulent zugehen! |
| 3. | 30' | 10 Min. | Rollenspiele vorbereiten | Lehrkraft erläutert die Aufgabe: Es bilden sich Sechsergruppen (bei 30 Schüler/innen). Jede Gruppe zieht eine Situation aus dem Schulalltag. Aufgabe: "Spielt die Situation auf dem Blatt vor!" Gruppenarbeit: Vorbereitung der Rollenspiele | Es sollten fünf Gruppen entstehen |
| 4. | 40' | 30 Min. | Vorführung und kurze Besprechung der Schulsituationen | Sitzkreis Die Situationen werden in der Mitte vorgespielt. Lehrkraft fragt nach jeder Vorführung: - "Was ist denn da passiert?" (Inhalt) - "Kennst du solche Situationen?" - "Wie könnte es - deiner Erfahrung nach - weitergehen?" Die Gruppe darf im Anschluss an das Nachgespräch eine positive Version der Geschichte spielen. | Die Besprechung sollte recht zügig sein, damit allen Situationen Aufmerksamkeit geschenkt wird |
| 5. | 1 h 10' | 15 Min. | Verbesserungs- vorschläge finden | Gruppenarbeit: Die Lehrkraft fragt: "Welche der Situationen hat dich besonders geärgert? Wo denkst du: Das sollte in unserer Klasse auf keinen Fall passieren? Wie wollen wir in unserer Klasse miteinander umgehen? - Findet gemeinsam wichtige Regeln für unsere Klasse. Formuliert euren Vorschlag nach diesem Muster: - Wir wollen uns gegenseitig helfen - Wir wollen... (Wichtig: möglichst positive Formulierung finden!) Jeden Vorschlag, den ihr findet, schreibt ihr gut lesbar auf ein eigenes Blatt! | Diese Phase kann ggf. auch etwas länger dauern. Ziel ist aber nicht eine große Menge an Vorschlägen zu finden, sondern die wichtigsten! |
| 6. | 1 h 25' | 30 Min. | erste Frühstückspause | gemeinsam Frühstück herrichten, essen, dann zur Seite stellen | |
| 7. | 1 h 55' | 20 Min. | Vorschläge sichten und ordnen | Sitzkreis Die Gruppen stellen ihre Vorschläge vor, dabei sollten alle Mitglieder der Gruppe zu Wort kommen. Die Blätter werden geordnet: Gleiches wird übereinander gelegt. Die Lehrkraft zeigt ein Plakat mit der Überschrift "So geht es uns in der Klasse gut" "Was können wir tun, damit es in der Klasse gut geht? Fehlt noch etwas?" Ggf. werden einzelne Vorschläge ergänzt bzw. mit Unterstützung der Lehrkraft umformuliert. Die gefundenen Regeln werden auf das Plakat geklebt. | Das sollte recht zügig gehen unter Führung der Lehrkraft. Sinnvoll ist es, die Regeln als positive Aussagen zu formulieren: "Wir nehmen einander wichtig!" ( - deshalb geht es uns gut miteinander!) |
| 8. | 2 h 15' | 10 Min. | Vorschläge bewerten durch Punktabfrage | Sitzkreis Die Vorschläge werden noch einmal laut vorgelesen. Jede/r Schüler/in erhält drei Punkte. "Welche drei Vorschläge findest du besonders wichtig?" Die Schüler/innen wählen still für sich aus und bepunkten ihre Favoriten. | Wenn möglich, sollte das Flipchart oder die Pinnwand, an der die Regeln hängen, dabei umgedreht werden. Der/die einzelne kann so unbeobachtet die Punkte setzen und die Spannung auf das Gesamtergebnis wächst. |
| 9. | 2 h 25' | 30 Min. | zweite Frühstückspause | gemeinsam essen und dann Essen/Geschirr usw. aufräumen | |
| 10. | 2 h 55' | 5 Min. | Ergebnis vorstellen | Sitzkreis Die Lehrkraft zeigt das Plakat und das Ergebnis der Bewertung. "Wenn wir uns so verhalten, geht es uns in der Klasse gut. Wir wollen deshalb versuchen, diese Regeln einzuhalten, damit eine gute Klassengemeinschaft entsteht." | Das Plakat bleibt für alle sichtbar. Ggf. kann die Lehrkraft später die Regeln noch einmal in der gewählten Reihenfolge auf ein Plakat schreiben und dabei, wenn angezeigt, umformulieren. |
| 11. | 3 h | 30 Min. | Gemeinschaft vertiefen | Sitzkreis "Damit man auch äußerlich sieht, dass wir eine Klassengemeinschaft sind, gestalten wir jetzt zum Schluss ein Klassenkunstwerk." Auf einem Tuch in der Mitte liegen ausgebreitet die Gegenstände von der ersten Einheit und der vorbereitete Ast. Nacheinander nimmt jede/r Schüler/in den eigenen Gegenstand und knüpft ihn an einer selbst gewählten Stelle in die Fäden ein. Wer möchte, kann dazu einen Wunsch für die Klassengemeinschaft sagen. | Diese Übung soll ruhig und konzentriert durchgeführt werden. Dabei kann leise, ruhige Musik im Hintergrund helfen. |
| 12. | 3 h 30' | 5 Min. | Abschluss | Sitzkreis Die Lehrkraft würdigt mit den Schüler/innen das entstandene Kunstwerk. "Wir wollen versuchen, uns so zu verhalten, dass diese guten Wünsche in Erfüllung gehen." Sie bedankt sich fürs Mitmachen. Sie informiert: Das Kunstwerk soll in der Klasse aufgehängt werden. | |
| 13. | 3 h 35' | 15 Min. | Aufräumen | Die Lehrkraft bittet darum, beim Aufräumen einander zu helfen. |
Alternative zum Klassenkunstwerk
| 11a. | 30' | Gemeinschaft vertiefen | Baum aus Puzzlestücken "Damit man auch äußerlich sieht, dass wir eine Klassengemeinschaft sind, gestalten wir jetzt zum Schluss ein Klassenkunstwerk." Vorbereitung: Die Lehrkraft hat auf ein großes Plakat die Linien eines Baumes gezeichnet und das Bild in einzelne Puzzleteile zerschnitten. Jeweils ein, evtl. auch zwei Schüler/innen ziehen nun ein Puzzlestück von dem Baum und gestalten es farbig. Dann wird das Bild zusammen gesetzt, aufgeklebt und neben dem Plakat mit den Klassenregeln aufgehängt. | ggf. leise, ruhige Musik im Hintergrund |
| 11b. | 30' | Gemeinschaft vertiefen | Alle Hände (Füße) der Klasse auf einem Plakat Jede/r zeichnet die Umrisse seiner Hand oder seines Fußes (für den Weg, der gemeinsam gegangen wird) auf ein Zeichenblatt, gestaltet die Zeichnung farbig und schneidet sie aus. Evtl. kann auch ein Wunsch für den gemeinsamen Weg hineingeschrieben werden. Die Zeichnungen werden auf ein großes Plakat aufgeklebt. | ggf. leise, ruhige Musik im Hintergrund |
| 11c. | 30' | Gemeinschaft vertiefen | Bilder zum Thema "Gemeinschaft" malen "Damit man auch äußerlich sieht, dass wir eine Klassengemeinschaft sind, gestalten wir jetzt zum Schluss ein Klassenkunstwerk." Die Schüler/innen bekommen ein Zeichenblatt und malen in einer kleinen Gruppe ein Bild zum Thema "Gemeinschaft". Die Bilder werden aneinander geklebt und neben dem Plakat mit den Klassenregeln aufgehängt. | ggf. leise, ruhige Musik im Hintergrund |
| 11d. | 15' | Gemeinschaft vertiefen | Baum mit Fotos der Schüler/innen "Damit man auch äußerlich sieht, dass wir eine Klassengemeinschaft sind, gestalten wir jetzt zum Schluss ein Klassenkunstwerk." Vorbereitung: Die Lehrkraft hat ein Plakat mit einem Baum mitgebracht. Die Schüler/innen haben ein Foto von sich mitgebracht. Die Schüler/innen schneiden ihr Foto aus und kleben es an einen Ast des "Klassenbaumes". Das Plakat wird neben den Klassenregeln aufgehängt. | ggf. leise, ruhige Musik im Hintergrund |
Weiterarbeit
Folgestunden
- Die Lehrkraft hat die Regeln schön gestaltet auf ein Plakat geschrieben oder gestaltet das Plakat gemeinsam mit den Schüler/innen. Z.B. werden die Regeln auf gelben Karton geschrieben und wie die Strahlen einer Sonne aufgeklebt. Fotos von dem gemeinsamen Tag schaffen einen positiven Rahmen.
- Die Regeln werden von allen Schüler/innen unterschrieben. Das ist eine gemeinsame Verpflichtung, die von großer Wirkung sein kann.
- Gespräch über die Gestaltung des gemeinsamen Alltags: Wie wollen wir uns z.B. verhalten, wenn wir uns morgens begegnen? Wie wollen wir den Unterrichtstag beginnen? Wie wollen wir Geburtstage feiern?
- Die Beschlüsse werden aufgeschrieben und als Blüten um die Regeln gruppiert. Rituale stützen und festigen ein gutes Zusammenleben. - Welche Unterstützung können die anderen Lehrkräfte der Klasse dabei geben?
- Die Eltern werden über die gefundenen Regeln bzw. die Beschlüsse informiert.
- Die anderen Lehrkräfte werden über die Regeln bzw. die Beschlüsse informiert und gebeten, sie positiv zu unterstützen.
- Die Klasse bekommt einen Bonus, wenn die Einhaltung der Regeln klappt, z.B. nach drei Monaten ein gemeinsames Pizzaessen.
In den Wochen und Monaten danach
- In den folgenden Wochen und Monaten müssen die Regeln eingeübt werden. Regelmäßige Rückblicke, zunächst häufiger, dann in größeren Abständen, dienen der Überprüfung, ob sie eingehalten werden.
- Es werden Sanktionen bei Nicht-Einhaltung der Regeln gefunden, z.B. mit dem/der Klassensprecher/in darüber reden, es dem Klassleiter/der Klassleiterin sagen, Elterngespräch - bzw. individuelle Lösungen.
- Die Suche nach einem konstruktiven Umgang mit Schwierigkeiten und Problemen des Zusammenlebens kann die Basis für die Ausbildung von Streitschlichter/innen und ihren Einsatz an der Schule werden.
- Nach einem halben Jahr: Gemeinsame Reflexion - haben sich die Regeln bewährt? Was wollen wir ändern?
Arbeitsmaterial: Situationen in einer Klasse
- 1. Uli geht in der Pause schnell noch einmal ins Klassenzimmer um etwas zu holen. Da sieht er, wie Jörg und Manfred durchs Zimmer rennen. Dabei stoßen sie an die Schultasche von Klaus. Sie kippt um und die ganzen Bücher und Hefte fallen heraus. Na, der wird sich ganz schön ärgern, denkt Uli. Als die Klasse nach dem Gong zurückkommt, sind einige schon über die Stifte und Hefte getrampelt, bevor Klaus seine Sachen zusammensuchen kann.
- 2. Peter ist ziemlich schüchtern und sagt im Unterricht kaum etwas. Aber bei Aquarien kennt er sich gut aus. Deshalb meldet er sich auch gleich, als in Biologie zufällig das Gespräch darauf kommt. Doch kaum hat er den ersten Satz gesagt, schreit Klaus von hinten: "Fische, so was Langweiliges! Mein Nachbar hat zu Hause eine große Ratte als Haustier!" Peter meldet sich nicht mehr.
- 3. Monika und Sabine möchten beim Klassenfest Mixgetränke machen. Sie haben die leckersten Rezepte mit in die Schule gebracht und wollen nun mit den anderen die drei besten Getränke aussuchen. "So was Blödes, Mixgetränke!", schreit Nico durch die Klasse. "Wer soll denn so was trinken!" setzt Walter dazu. Sie lachen die Mädchen aus.
- 4. Gruppenarbeit in Erdkunde. Sabine sucht die Hauptstädte, Annette trägt die Flüsse auf der Karte farbig ein, Markus schaut im Atlas nach, wie die Gebirge heißen. Christian macht gar nichts.
- 5. Die Klasse ist in der Pause. Als die Jungen und Mädchen zurückkommen, sucht Thomas in seiner Schultasche nach dem Geldbeutel. Er ist weg. Es waren 10,- Euro darin, denn der Klassenleiter sammelt das Kopiergeld ein.
- 6. In der Klasse ist Geld verschwunden. Wer könnte es gestohlen haben? Thomas verdächtigt Gerhard. Claudia und Ingrid denken, es könnte Horst gewesen sein. Gerhard glaubt, dass Thomas das Geld vielleicht verloren hat. Keiner traut dem anderen mehr. Als die Klassleiterin den Wandertag planen will, hat gar keiner Lust, etwas mit den anderen zu unternehmen.
- 7. Andrea und Christa sind gute Freundinnen. In der Pause vertraut Andrea Christa an, dass sie den Florian aus der 9. Klasse so süß findet. Mittags an der Bushaltestelle sieht Christa Florian vorbeigehen. "Andrea", schreit sie, "da ist dein Schwarm!" Alle Jungen und Mädchen schauen neugierig. Andrea möchte im Erdboden versinken.

