Kaleidoskop > Juli 2012

30 Jahre "Die Toten Hosen"

 

Kaum zu glauben, die Punk-Band aus Köln gibt es jetzt schon seit dreißig Jahren. Die Anfänge waren, wie es sich für eine solche Band gehört, völlig chaotisch. Der große Erfolg der Formation hat die Bandmitglieder selbst am meisten überrascht. Campino, Frontmann der Punk-Band, ist mittlerweile gesuchter Interviewpartner, selbst Vater und nachdenklicher geworden. Auf dem neuen Album "Ballast der Republik" findet sich auch ein Lied für den eigenen Vater - beeindruckend, wie viele Texte der Punker aus Köln.

 

Draußen vor der Tür

Haben uns lang ignoriert und kaum noch akzeptiert
In dieser Zeit die für uns beide schwierig war
Warst so voll Gewalt, und ich so voller Hass
Wir kamen jahrelang überhaupt nicht klar

Ich wollte nie so sein wie du und wie du denkst
Heute merke ich immer wieder wie ähnlich ich dir bin
Zum Glück war's damals nicht zu spät
Wir haben uns verziehen, der Wind hat sich gelegt

Das ist alles so lange her, so unendlich weit weg
Doch es fällt mir nicht schwer, mich zu erinnern
Wie's beim letzten Mal war, als wir uns versahen
Da draussen vor der Tür

Man sagt - und ich weiss jetzt dass es stimmt -
Dass es viele Freunde doch nur einen Vater gibt
Und heute wo du weit weg bist
Kann ich dich langsam so viel besser sehen

So wie jetzt habe ich dich früher nie vermisst
Schritt für Schritt komm' ich zu dir zurück

Das ist alles so lange vorbei
Doch die Bilder dieser Zeit, sie sind alle noch hier
Ein ganzes Jahr ist eine halbe Ewigkeit
Und es ist Ewigkeiten her, da draussen vor der Tür

Das ist alles so lange her, so unendlich weit weg
Und ich habe kapiert, dass ich dich nie, niemals verliere
Doch obwohl du mir bleibst, fehlst du mir sehr.

 


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Hans Burkhardt

 

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