"Förderangebot
Der Fördergedanke ist ein zentrales Anliegen von gebundenen Ganztagsschulen. Diese bieten durch den ausgeweiteten Rahmen mehr Möglichkeiten der Individualisierung und Differenzierung. In der "Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen" (StEG) werden drei Ebenen der Förderung unterschieden:
- die in den Unterricht integrierte Förderung
- gezielte ergänzende Fördermaßnahmen
- und Förderung im Rahmen des Zusatz- und Neigungsprogramms.
Das Förderangebot soll sowohl zur Kompensation von Lernschwierigkeiten als auch zur Förderung spezieller Begabungen geeignet sein und unterrichtsergänzende sowie -erweiternde Bildungsangebote beinhalten. Direkte fachliche Förderung gehört ebenso dazu wie Programme zum sozialen Lernen oder Angebote zu Aufbau und Weiterentwicklung der Methodenkompetenz. Auch die individuelle Lernzeit ist als Fördermaßnahme zu sehen.
Dabei ist zu achten auf:
- eine enge Verknüpfung von Unterricht und Förderangeboten
- Unterstützung und Betreuung durch qualifiziertes Personal
So könnte man beim Aufbau eines Förderkonzepts vorgehen:
- Begriffsklärung: Was heißt Förderung für unsere Schule?
- Erfassen und Präzisieren des Förderbedarfs
- Abstimmen von speziellen Förderangeboten auf Unterrichtseinheiten
- Verzahnung von Modularisierungskonzept und Förderkonzept (Hauptschule)"
Quelle:
Leitfaden: Ganztagsvolksschulen in Bayern - Anregungen und Hilfestellungen zur praktischen Umsetzung - Aktualisierte Version Oktober 2007
Erarbeitet im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom Arbeitskreis "Ganztagsschulen in Bayern"
Herausgeber: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)