Grundkurs für Katechetinnen und Katecheten
Die Evang.-Luth. Kirche in Bayern bildet unterschiedliche Berufsgruppen für die Arbeit im Religionsunterricht aus. Für Personen, die keine akademische Vorbildung haben, bietet sie den Grundkurs für Katechetinnen und Katecheten an. Nach Abschluss der Ausbildung dürfen diese bis zu 13 Wochenstunden Religionsunterricht in Grund-, Haupt- und Förderschulen erteilen.
Die Ausbildung orientiert sich an den Lehrplänen für Evangelische Religion. In einem achtwöchigen Direktstudium, aufgeteilt in
14-tägige Blöcke im Zeitraum von zwei Schuljahren, sollen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Grundwissen in theologischen und humanwissenschaftlichen Fächern aneignen. Besonderes Gewicht wird auf die Entwicklung der Fähigkeit, Unterrichtsstunden und
-einheiten zu planen, auszuarbeiten und zu halten, gelegt. Von daher spielt die Erfahrung in der Unterrichtspraxis von Anfang an eine entscheidende Rolle.
Wir verstehen Religionsunterricht als gemeinsamen Weg der Lehrkraft mit den SchülerInnen; deshalb ist unsere Konzeption auf ganzheitliche Lernprozesse angelegt. Gemäß dem Prinzip "learning by doing" verläuft auch die Ausbildung als gemeinsamer Weg der Lerngruppe, auf dem Erfahrungen gemacht und reflektiert werden.
Ausbildungsvoraussetzungen
Voraussetzungen für die Zulassung zum Grundkurs:
- Die Bewerberin oder der Bewerber muss grundsätzlich Mitglied der Evang.-Luth. Kirche in Bayern sein und
- den Nachweis über einen erfolgreichen Mittleren Schulabschluss erbringen.
- Der/die zuständige Schulbeauftragte muss bestätigen, dass für den Einsatz einer weiteren Religionslehrkraft im jeweiligen Dekanat Bedarf besteht.
Struktur des Kurses
Der Grundkurs erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Schuljahren. Der zu veranschlagende Zeitaufwand entspricht in etwa einer Halbtagstätigkeit.
Folgende Ausbildungsteile greifen dabei ineinander:
- Die Studienwochen
Pro Halbjahr findet ein vierzehntägiger Seminarblock in Heilsbronn statt. Während dieser Studienwochen übernachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Heilsbronn. In einem lebensgeschichtlich orientierten, erfahrungsbezogenen Ansatz arbeiten sie in diesen Studienwochen an theoretischen und praktischen Grundkompetenzen für den Religionsunterricht. - Die Unterrichtspraxis
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten zu Hause mit einem Mentor oder einer Mentorin im Religionsunterricht zusammen. Die Mindestanforderung ist eine ständige Zusammenarbeit in allen anfallenden Religionsstunden einer Klasse mit mindestens zwei Wochenstunden. Die Arbeit erfolgt innerhalb des regulären Stundenkontingentes der Mentoren und Mentorinnen. Im ersten Ausbildungsjahr stehen die gezielte Unterrichtsbeobachtung im Profan- und Religionsunterricht sowie die Vorbereitung und Durchführung von mindestens 18 Stunden RU im Vordergrund. Im zweiten Ausbildungsjahr wird eine Klasse der Mentorin / des Mentors eigenverantwortlich übernommen (möglichst in einer anderen Schulart als im ersten Jahr). Die wöchentliche Reflexion mit dem Mentor / der Mentorin über hospitierte oder gehaltene Stunden sind ein wesentlicher Bestandteil in der gesamten Ausbildung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden während ihrer Ausbildungszeit einmal in einer selbst gehaltenen Stunde von der Ausbildungsleitung aus Heilsbronn besucht und beraten. Die Mentoren und Mentorinnen haben ihre eigenen Fortbildungstage im RPZ (dreimal 1 ½ Tage auf beide Schuljahre verteilt). Hier werden sie über die Ausbildung und deren religionspädagogische Konzeption informiert und in Fragen der Beratung und Begleitung fortgebildet. - Das Eigenstudium
Das in den Studienwochen erarbeitete Basiswissen muss zu Hause vor- und nachgearbeitet, vertieft, erweitert und angewendet werden. Während der Ausbildungszeit erstellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei Übungskatechesen (schriftliche Hausarbeiten).
Abschlussprüfung
Der Kurs schließt mit einer schriftlichen, mündlichen und schulpraktischen Prüfung ab.
Kosten
Die Kosten des Grundkurses trägt überwiegend die Landeskirche. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligen sich zur Zeit mit einem Eigenbeitrag von 260,- € an den entstehenden Sachkosten (Fahrtkosten, Unterkunft, Verpflegung, Kursmaterial usw. - Änderung möglich).
Bewerbung und Auswahlverfahren
Die Ausbildungsplätze in Heilsbronn sind begrenzt. Das Bewerbungsverfahren für den nächsten Grundkurs (2011/2013) beginnt mit der Ausschreibung im Amtsblatt (Ausgabe Oktober 2010). Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden aus den Bewerberinnen und Bewerbern diejenigen ausgewählt, in deren Dekanat der größte Personalbedarf im Religionsunterricht besteht und die persönlich am besten geeignet scheinen. Bewerbungsformulare fordern Sie bitte direkt im Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn (Sekretariat: Karin Sitzmann) an.
Einsatz und Vergütung
Der Dienstvertrag wird zwischen Landeskirchenamt und KatechetIn geschlossen.
Die Eingruppierung erfolgt in Entgeltgruppe 8 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das zuständige Referat des Landeskirchenamtes (D 2.1; Tel.-Nr. 089 / 5595-0).
Termine - Grundkurs 2011/2013
| Ausschreibung im Amtsblatt - Beginn der Bewerbungsfrist | Herbst 2010 |
| Ende der Bewerbungsfrist | 28.02.2011 |
| Einführungstage | 20./21.09.2011 |
| Block I | 10.10. - 21.10.2011 |
| Block II | 27.02. - 09.03.2012 |
| Block III | 08.10. - 19.10.2012 |
| Block IV | 18.02. - 01.03.2013 |
| Prüfungen | 12./13.06.2013 |
Download
Informationsbroschüre zum Grundkurs für Katechetinnen und Katecheten
» Herunterladen (pdf-Datei)



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