KunstStücke

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Einen Grundlagenartikel dazu finden Sie hier.

Überlegungen zur Arbeit mit dreidimensionaler Kunst im Religionunterricht

 

Grundlegung einer Didaktik dreidimensionaler Kunstwerke

Einen Grundlagenartikel dazu finden Sie hier.

Selbstzweifel

Ebenbild Gottes und zugleich Sünder?

Mit Sünde verbinden die meisten unserer SchülerInnen auch nach vielen Jahren Religionsunterricht nicht mehr als das, was ihnen aus dem Alltagsgebrauch des Begriffs vertraut ist. Die christliche Vorstellung von Sünde ist für all diejenigen nurmehr schwer plausibel zu machen, die eher Faust zustimmen können: »Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube«. Vor allem aber fragen sich so manche unserer Schülerinnen und unserer Schüler, warum Gott den Menschen, wenn er ihn schon als sein Ebenbild erschafft, nicht gleich ohne Sünde geschaffen hat. Über die Beschäftigung mit Andreas Kuhnleins Skulptur »Selbstzweifel« wird ein Zugang gewählt, in dem sich die SchülerInnen mit einem Kunstwerk beschäftigen, das die Verkrümmung vergegenständlicht: Krümmungen, Verkrümmungen und Ausrichtungen in unterschiedliche Richtungen. Von der Beschäftigung mit der Skulptur wird der Bogen einerseits zu W. Härles Rede vom Menschen als Gottes Ebenbild und der damit implizierten Bestimmung des Menschen zur Liebe sowie andererseits zu M. Luthers Rede vom Sünder als dem »homo incurvatus per peccatum« geschlagen.

Die Formulierung »homo incurvatus per peccatum« mag manchen überraschen. Bei der Recherche nach der Quelle, die im Ortswechsel 11 abgedruckt ist, bin ich bei M. Luthers Auslegung von Psalm 51 fündig geworden: »sed  incurvatus  per  pecccatum,  ut  qui  amisit  iudicium  rectum  coram Deo  et  omnia  perverse  statuit  contra  voluntatem  et  legem  Dei,  qui  non amplius  cognoscit  Deum  nec  amat,  sed  fugit  et  metuit  ac  statuit  eum  non Deum,  hoc  est,  misericordem  et  bonum  esse,  sed  iudicem  et  tyranuum. Ex illa  amissione  noticiae  Dei  nascuntur  alia  peccata  infinita«. Die Formulierung homo incurvatus in se geht wohl auf Luthers Römerbriefauslegung zurück: »hominem describit incuruatum in se adeo«.

Selbstständiges Lernen ist für modernen Unterricht eine Selbstverständlichkeit, aber Materialien zu Stationenlernen, wie sie auch in der GPM veröffentlicht wurden, wollen nicht mehr so recht zum Konzept der Kompetenzorientierung passen, zumal wenn die Arbeitsaufträge sehr kleinschrittig vorgehen und in engmaschig formulierten Arbeitsaufträgen Frontalunterricht zu scheinbar eigenständigem Arbeiten umfunktioniert wird. Gabriele Obst plädiert im kompetenzorientierten Unterricht daher für sog. Lernaufgaben. Diese …

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Lichtblick(e)

Zwischen Anfang und Ende

Unsere Schülerinnen und Schüler wachsen zunehmend unter einem Mangel an Ambiguitätstoleranz auf: Menschen fällt es schwer, Vieldeutigkeit – auch im religiösen Bereich – auszuhalten. In  »Christ & Welt« konnte man lesen: »Ohne Vieldeutigkeit ist Religion nicht zu haben. Unsere lutherische Tradition »des ‚Hier stehe ich, ich kann nicht anders’ ist nun einmal nicht ambiguitätstolerant, ebenso wenig die ‚sola’ - Prinzipien Martin Luthers«, merkt Thomas Bauer in seinem Artikel Ambiguität: Es lebe die Ungewissheit!  an. Gerade im Zusammenhang mit der Frage »Worauf darf ich hoffen?« erwarten unsere Schülerinnen und Schüler aber mehrdeutige Antworten, die zwar gern christlich geprägt sein dürfen, aber solche, die sie nicht nur belehren, sondern die für ihre persönlichen Identitätssuche anschlussfähig sind. [...]

Die Sequenz bietet sich in einer Doppelstunde als Einstieg in den Themenbereich 12.3 an. Der Audioguide wird in der Folgestunde geschrieben, um das Abiturformat der Gestaltaufgabe einzuüben. Man kann in den nachfolgenden Unterrichtsstunden entweder »anhand biblischer Beispiele die Auswirkungen von Zukunftsbildern auf die Lebensführung« thematisieren oder »säkulare und biblische Zukunftsentwürfe vergleichen«. Auch andere theologische Anbindungen in 12.3 sind möglich, insbesondere Offb 21.

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Die Gefallene

Identität und Gewissen bei Bonhoeffer

Die Sequenz bietet sich in einer Doppelstunde als Einstieg in den Themenbereich 12.3 an. Der Audioguide wird in der Folgestunde geschrieben, um das Abiturformat der Gestaltaufgabe einzuüben. Man kann in den nachfolgenden Unterrichtsstunden entweder »anhand biblischer Beispiele die Auswirkungen von Zukunftsbildern auf die Lebensführung« thematisieren oder »säkulare und biblische Zukunftsentwürfe vergleichen«. Auch andere theologische Anbindungen in 12.3 sind möglich, insbesondere Offb 21.

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In Gemeinschaft verbunden

Familie und Gemeinschaft mit Bildern von Keith Haring

»Die Wirklichkeit der Kunst beginnt in den Augen des Betrachters und erlangt Kraft durch Fantasie, Erfindungsgabe und Konfrontation.« Keith Haring, 1984

Der amerikanische Künstler Keith Haring gilt als einer der bekanntesten Vertreter der Pop-Art der 1980er Jahre. In Cartoon-Manier interagieren die Figuren auf seinen Bildern nicht nur miteinander, sondern vor allem mit dem Betrachter. Die einfachen Formen erzeugen unmittelbare Assoziationen und eröffnen einen vielfältigen Deutungsspielraum. Dadurch eignen sich diese Werke als Zugang zu zum bisherigen Lehrplanbereich Ev 8.2 »Leben in vielfältigen Familienformen«. Im neuen LehrplanPLUS ist diese Einheit durchaus auch mit einer 6. Jahrgangsstufe in Zusammenhang mit dem Lernbereich ER 6.1 »In Beziehung« denkbar. [...]

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Tisch und Wort

Die Bibel - Buch des Glaubens

Auf den ersten Blick mag Andreas Kuhnleins Skulptur »Tisch und Wort« spröde wirken, der Titel mehr beschreibend als erhellend zum Verständnis sein. Emotional spricht sie manchen wenig an. Warum also diese Skulptur im Speziellen und Skulpturen im Allgemeinen im Religionsunterricht betrachten und zum Gegenstand des Unterrichts machen? [...]

Diese Unterrichtsskizze kann inhaltlich gegen Ende einer Einheit zu ER 5.2 »Die Bibel und ihre Geschichten« stehen. In den Stunden vor der hier vorgelegten Lernwegskizze haben die Schüler*innen sich die Geschichten ihrer von zu Hause mitgebrachten Bibeln erzählt. Sie haben sich mit dem Aufbau der Bibel in Grundzügen vertraut gemacht. Mit den entsprechenden Hilfen haben sie versucht, sich in der Bibel zurechtzufinden. Zudem haben sie einen groben Überblick über die Geschichte der Bibel erworben. In den beiden skizzierten Stunden wird nun die Bibel als Glaubensbuch in den Blick genommen. [...]

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